Ausstellungseröffnung Luther im Disput. Leipzig und die Folgen

11.04.2017

Eröffnung am 11.4.2017, 18 Uhr

Die Stadt Leipzig ist ein Ort der Reformationsgeschichte von nationaler Bedeutung. Diese historische Zäsur ist untrennbarer Bestandteil des historischen Gedächtnisses der Stadt und wird im Jubiläumsjahr eine besondere Würdigung erfahren.

Die Reformation gehört zu den fundamentalen Ereignissen der europäischen Geschichte. Ihren Ausgangspunkt nahm sie 1517 in Wittenberg. Leipzig als benachbarte Universitäts- und Buchstadt spielte dabei eine prominente Rolle. In den ersten Jahren der Reformation war Leipzig der wichtigste Druck- und Verlagsort für die Schriften Martin Luthers. Aus den Druckerpressen der Stadt traten die neuen Ideen ihre Reise in die Welt an und ebneten den Weg für den neuen Glauben.

Vom 27. Juni bis 15. Juli 1519 wurde Leipzig zum Schauplatz der Disputation zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und Martin Luther. Dieser öffentlich ausgetragene Streit verschärfte die Fronten, der endgültige Bruch mit der alten Kirche zeichnete sich ab.
Die Leipziger Disputation gilt als Hauptereignis der Leipziger Kirchengeschichte der Reformationszeit.
Danach verlor Leipzig vorübergehend diese zentrale Stellung. Der sächsische Herzog Georg (der Bärtige) war zum erbitterten Gegner der lutherischen Lehre geworden und unterband deren Ausbreitung bis zu seinem Tod 1539. Dies bedeutete vor allem für den Buchplatz Leipzig einen herben Rückschlag, das florierende Geschäft mit den Büchern Martin Luthers machten nun andere.

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